Bild: Patrice Kunte
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Sprachen lernen

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Ferien- und Intensivkurse

Für die wissenschaftliche Arbeit brauchen Theologiestudierende drei Sprachen: Hebräisch (Altes Testament), Griechisch (Neues Testament und Kirchengeschichte) und Latein (Kirchengeschichte, Dogmatik). In der Regel werden die Sprachkurse an der Theologischen Fakultät belegt, an der man studiert. Es besteht zudem die Möglichkeit – gerade, wenn drei Sprachen zu erlernen sind – an Feriensprachkursen teilzunehmen.

Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers verweist in enger Zusammenarbeit mit der Ev.-luth. Kirche in Oldenburg auf einen sog. Intensivkurs Hebräisch (mit Möglichkeit zum anschl. Hebraicum).

Sprachkursübersicht der EKD

Starthilfe ins Studium

Die Spachhürde am Studienbeginn ist hoch: gleich drei "alte Sprachen" sind Studienvoraussetzung und müssen meist in den ersten Semestern des Studiums erworben werden. Das bedeutet für die meisten Studierenden erst einmal eine Reihe von Sprachkursen und entsprechenden Prüfungen. Schwierig daran ist auch, dass für das Nachholen dieser sog. "Studienvoraussetzungen" (die, mangels Angebot der Schulen, nur selten erfüllt werden können), kostbare Semester der Sudieneingangsphase gebraucht werden.

Der "Oldenburger Intensivkurs Hebräisch" ist als intensive Vorbereitung auf das Hebraicum konzipiert. Die Kooperation mit dem Gymnasium Ulricianum in Aurich ermöglicht diese Prüfung in unmittelbarem Kursanschluss, und zwar gemäß den Bestimmungen der Abitur-Ergänzungsprüfung. Das heißt: Der durch den Kurs und die Prüfung erworbene Sprachschein wird als Studienvoraussetzung anerkannt.

Zur Anmeldung Intensivkurs Hebräisch

Machen Intensivkurse Sinn?

Sprachen-Intensivkurse sind umstritten. Lapidar formuliert: Das durch sie erworbene Wissen ist nicht selten ebenso schnell wieder vergessen, wie angeeignet. Der Zeitraum intensiver Auseinandersetzung mit der Sprache ist zu kurz, als dass das Gelernte sich festigen könnte. Der Erfolg solcher Kurse hängt entscheidend davon ab, wie regelmäßig jemand sich nach dem Kurs-Ende mit der erlernten Sprache beschäftigt. Im Fall des biblischen Hebräisch: Wer im Anschluss an einen Intensivkurs regelmäßig das Übersetzen übt, wer z.B. Vorlesungen und Seminare auch nutzt, um wiederholt Passagen zu übersetzen, der wird sich mit der Zeit auch auf der Grundlage eines Intensivkurses die nötige Routine, einen umfassenden Wortschatz und hinreichend Kenntnisse hebräischer Grammatik erwerben.

Das braucht Geduld und eine gehörige Portion Selbstdisziplin. Wer bereit ist, beides kontinuierlich zu investieren, kann auch auf Grundlage eines Intensivkurses atemberaubende Entdeckungen in den Texten des Alten Testamentes machen und getrost auf den Studienabschluss blicken...